Liegerad 2018 - Sommertour

Sommertour 2018 - vom 7.7 - 16.7 rund um das östliche Niedersachsen

Prolog

Nachdem wir letztes Jahr schon den westlichen Teil Niedersachsens "umrundet" hatten, sollte es diesmal der östliche Teil werden. Der Tatsache geschuldet, das wir über Himmelfahrt entlang der Elbe nach Berlin gefahren sind, wollten wir den Elberadweg bis ins Havelland nicht schon wieder fahren und haben die Tour quer durch die östliche Heide genommen. Doch dazu später mehr.

Wie schon in den letzten Jahren sind wir ohne Zugfahren von zu Hause aus gestartet. Also gibt es auch fast das gleiche Startbild wie letztes Jahr. Dani fährt mit dem Flüxchen, ich diesmal mit dem Wolf, das Xtra-Wheel geht wieder mit auf Tour, und trägt 2 große Ortliebtaschen, jedes Rad noch 2 kleine.

alles Start-klar

Tag 1 : 120 km durch die Heide nach Hamum in Sachsen-Anhalt

 

Zunächst folgen wir dem Ilmenauradweg, den ersten Abschnitt bis Lüneburg ist uns ja bestens bekannt, den Abschnitt von St.Dionys nach Bardowick umgehen wir und fahren lieber an der alten B4 entlang. Durch Lüneburg geht immer entlang der Ilmenau,nur kurz kommen wir in den Stadtverkehr. Eimal falsch abgeboben und schon sind wir auf einem alten Bahngelände, wo es nicht wirklich weiter geht.

 

Lüneburg Lüneburg

Der eigentliche Weg war durch eine Baustelle versperrt. Wir konnten durch die Baustellen schieben und waren wieder auf dem richtigen Weg. Der Ilmenauradweg führt dann in der Nähe der Ilmenau durch Wälder mit fahrbaren Wegen. Leider ändert sich das hinter Deusch Evern. Ab da ist die Strecke nur noch mit dem Mountainbike zu bewältigen. Für uns hieß das Schritttempo und kleine Gänge.

Ilmenau-Radweg bei Deutsch Evern

Auf dem Bild ist es noch ein besserer Abschnitt, abschnittsweise war es nur noch grobes Geröll. Das ganze über rund 4 km. Liebe Planer von Radstecken: Das ist kein Radweg.

Entlang der Ilmenau und des Elbeseitenkanals fahren wir immer weiter nach Süden.

Elbe Seitenkanal bei Uelzen

Den Weg am Elbeseitenkanal kann man zwar fahren, aber auf die Dauer ist der Schotterweg nicht wirklich gut geeignet, um zügig voranzukommen.

Viel mehr ist nicht zu berichten: Das Wetter ist toll, der Wind reichlich vorhanden und kommt meist schräg von hinten. In Wittingen gehen wir noch einkaufen, da morgen Sonntag ist und meistens die Läden nicht geöffnet haben. Um etwa 17:45 erreichen wir unser Ziel Hanum, in Sachsen-Anhalt. Wie abgesprochen empfängt uns die Tochter des Hauses und zeigt uns unser Zimmer. Wir organisieren uns was zu Essen über den lokalen Pizza-Service - es gibt Nudeln.

Hanum

 

Länge: 118km
Geschwindigkeit: 18 km/h
Höhenmeter 746m
Höhendifferenz 95m

 

 

Tag 2 : 114 km durch Sachsen-Anhalt an die Elbe

 

Abfahrt Hanum

Abfahrt in Hanum gegen 9:30 Uhr. Das Wetter ist mal mehr mal weniger bewökt, aber trocken. Entlang der ehemaligen Deutsch-Deutschen-Grenze fahren wir zunächst Richtung Süden. Die Orte sind nur klein, und meistens ist es menschenleer. Bei Mellin überholt uns ein Konvoi aus 2 Mähdreschern mit Raupenantrieb und 4-5 Schleppern mit mehreren Anhängern. Da die Fahrzeuge nur wenig schneller sind als wir, dauern die Überhohlvorgänge recht lange. Neben den großen Maschinen kommt man sich richtig klein vor. Wir sind jedesmal froh, wenn das Fahrzeug vorbei ist.

Teilweise geht der Weg durch lichte Kiefernwälder. Mal ist es nur fester Sand, mal sind es auch 2 Betonstreifen.

Betonspur im Wald Sandpiste im Wald

Hinter Kurau wollen wir nicht wieder die Sandpiste nehmen, sonden suchen nach einem besseren Weg. An einem Feld mit Sonnenblumen finden wir einen neuen Weg. Leider entpuppt sich dieser als Sackgasse.

Ende im Gelände

Also wieder zurück zu den Sonnenblumen und doch den Sandweg, da alle anderen Wege in die falsche Richtung führen oder ebenso Sandpisten sind.

Sonnenblume mit Liegerad

Auf der Sandpiste machen sich dann auch gleich die Bremsen über uns her. Da wir auf der Sandpiste nur langsam fahren können, können wir die Biester nicht abschütteln und werden massenhaft gestochen.

In Buchhorst nach der Pause finden wir ein Haus, das die Leidenschaft der Eigentümer nicht verheimlichen kann.

Buchhorster Eisenbahn

Der Garten ist mit einer Garten-Modellbahn bestückt, aus dem Haus ragt der Führerstand einer alten Lock heraus. Im Gespräch mit der Bewohnerin wird klar, sie und ihr Mann betreiben 3 Lokomotiven und fahren damit Güter durch Deutschland und Europa. Beruf und Leidenschaft kommen hier zusammen.

Bei Obisfelde erreichen wir zum ersten mal den Mittellandkanal.

Mittellandkanal Radweg Aller-Elbe

Der den Kanal begleitende Weg ist wieder nur ein Schotterweg und daher fahren wir über kleine Ortschaften bis wir bei Haldensleben auf dem Aller-Elbe-Radweg kommen. Der Radweg ist hier schön ausgebaut, führt abseits der Straßen und verbindet die Aller mit der Elbe. Ab Barleben erhebt sich der Kanal aus dem Umland. Es führen Bahnlinien und Straßen unter dem Kanal hindurch

Bahnlinie unter dem Kanal Kanal weit über dem normalen Niveau

Wir nähern uns dem Wasserstraßenkreuz Hohenwarthe bei Magdeburg. Von einen Aussichtsturm eine tolle Sicht auf die Anlage, die schon vor dem 2 Weltkrieg geplan, aber erst nach der Wiedervereinigung gebaut wurde. Leider ist das Frachtaufkommen bei weitem nicht so hoch wie erwartet und wohl sogar rückläufig.

Wasserstraßenkreuz

Unsere heutige Übernachtung ist das "Unser Paradies". Dabei handelt es sich um ein gutes dutzend von Blockhütten an der Elbe und nur einen Steinwurf vom Mittellandkanal entfernt. Es ist wenig los, nur 2 Hütten sind belegt, so haben unsere Gastgeber etwas Zeit auch mal für ein Pläuschchen. Viele der Blockhütten standen beim Hochwasser 2013 etliches im Wasser. Vieles konnte noch gerettet werden, anderes nicht. Die tief gelegenen Hütten wurden dann weiter oben wieder aufgebaut oder vielmehr durch neue ersetzt. Im Gegensatz zu dem Hochwasser 2013 bei uns in Geesthacht waren unsere Gastgeber massiv vom Hochwasser betroffen.

Paradies

Dieses Jahr ist alles anders. Statt Regen haben wir nur Sonne und überall mangelt es an Niederschlägen.

Abends noch einen Spazeirgang durch Hohenwarthe und entlang der Elbe.

Länge 114 km
Geschwindikeit 17,6 km/h
Höhenmeter 582m
Höhendifferenz 59m

 

Tag 3 - Hohenwarthe - Bernburg an Elbe und Saale

 

 

Nach einem guten Frühstück müssen wir leider das Paradies wieder verlassen. Heute nur eine kurze Strecke von 81km. Wenig Aufregendes entlang der Elbe, nur dass die Straßen/Wege auf oder neben dem Deich deutlich schlechter sind, als wir das von der unteren Elbe gewohnt sind.

Elberadweg in Magdeburg Elberadweg südlich von Magdeburg

Bei Schönbeck weichen wir vom Plan ab, da nicht klar ist, ob die Elbefähren noch fahren und in Schönbeck ist die letzte Brücke.Brücke Schönbeck

Brücke Schönbeck Brücke Schönbeck

Nach einer Pause in Schönbeck geht es zunächst zügig auf dem Deich entlang. Dass wir schon die Elbseite gewechselt haben, erweist sich als Fehler. Der Radweg endet in einer Baustelle und geht auch nicht weiter. Zurück ist auch keine Option. Mit uns stehen noch zwei andere Paare an der gleiche Stelle und wissen nicht weiter. Eine Nachfrage bei einer einheimischen alten Dame, das Navi auf Barby programmiert und dann geht es über Feldwege an bäuerlichen Betrieben und einer Zementfabrik auf abenteuerlichen Wegen nach Barby. Aber wir kommen an und wechseln in Barby auf den Saale-Radweg.

An der Saale angekommen wartet gleich die nächste Fähre auf uns. Und dabei ist die Saale hier nur 2-3 mal so breit, wie die Fähre lang.

Saale-Fähre

Schnell sind wir auf der anderen Seite und nun bläst uns der Wind kräftig von vorne entgegen. Als dann auch noch der eigentliche Saale-Radweg gesperrt ist und wir die Umleitung fahren müssen, die fast nur aus Schotterwegen besteht, sinkt unsere Lust kräftig nach unten. Bei der zweiten Sperrung des Radweges in Calbe wechseln wir auf die andere Saaleseite und fahren auf der L65. Das scheint die heimliche Ausweichstrecke für die benachbarte A14 zu sein. Permanent bedrängen uns LKW von hinten. Endlich erreichen wir Bernburg und können dem Horror-Tag beenden. Unsere Pension Berlin ist schnell gefunden. Die Räder können wir im Innenhof unterstellen. Nach einer Dusche machen wir uns in die Stadt auf - zu Fuß

Wir besichten den öffentlichen Teil des Schlosses und blicken auf die Saale hinunter.

Schloss Bernburg Saale

Wie an vielen Orten im Osten ist Bernburg nett hergerichtet worden. Viel Geld ist hier verbaut worden, aber an einigen Ecken sieht man auch das, was nach 40 Jahren Sozialismus noch übrig war.

Unser Abendessen findet  heute bei einem Asiaten am Rheineplatz statt. Das Essen ist lecker und die Preise so niedrig, dass wir es kaum glauben können.

Länge 81km
Geschwindigkeit 16km/h
Höhenmeter 403m
Höhendifferenz 51m

 

 

Tag 4 -  Bernburg - Sangerhausen - erste Hügel

 

Nach einem sehr guten Frühstück in der Pension Berlin verlassen wir Bernburg flußaufwärts. Der Saale-Radweg zeigt sich von seiner besten Seite und das Wetter spielt zunächst noch mit, doch schon bald geraten wir in einen kurzen Schauer. Ein Unterstellen unter einem Baum reicht aus, um fast trocken zu bleiben.

Saale-Radweg

 

Hier an der Saale scheint jedes Dorf und jedes Städtchen seine eigene Burg oder Schloss zu haben.  Saale aufwärts fahren wir bis zur Fähre in Rothenburg. Hier machen wir Rast. Irgendwo hier soll der Saale-Radweg wegen Steinschlag gesperrt sein und man solle eine Umleitung fahren. Außer einem Verbotschild für Fußgänger finden wir keinen Hinweis und auch die Frage beim Fährmann bringt keine weiteren Erkenntnisse. Wir fahren also den Weg, der  für Fußgänger gesperrt ist. Er ist stellenweise recht schmal aber gut zu fahren. Von Steinschlag ist nichts zu sehen.

In Wettin verlassen wir den Saale-Radweg und das Tal der Saale

Saale-Tal

in den Dörfen etwas weg von der Saale, von Bernburg also einfach auf dem platten Land ist hier stellenweise kein oder nicht viel Geld angekommen. Die alte Gebäude verfallen, Mauern bröckeln vor sich hin. Scheinbar leben aber hier immer noch Menschen in diesen vernachlässigten Häusen.

Kurz danach hinter Zaschwitz kommt die erste Steigung. 6 % bringen uns von etwa 75m auf mehr als 150m.

An den Hängen der Hügel wird viel Wein angebaut. Wir fahren über kleine und kleinste Straßen zwischen den Weinbergen hindurch, bis wir kurz vor Seeburg hinunter an den Süßen See fahren. Bei mehr als 40 km/h ziehe ich dann doch lieber dir Bremse und lasse es nicht mehr nur rollen.

 

Am "Süßen See" machen wir Pause. Wir wundern uns, dass so wenig los ist, sind wir doch an vielen Sommerhäusern vorbei gefahren. Aber wahrscheinlich ist das Wetter daran schuld. Es ist recht frisch und wir haben mitlerweile sogar leichte Jacken angezogen.

Süßer See

Aber mit den Steigungen soll es das für heute noch nicht gewesen sein. Die Ausläufer des Harzes sind überall zu sehen und bei Eisleben "erklimmen" wir den höchsten Punkt des heutigen Tages mit 264m und bis zu 11% Steigung.

Aber kaum dass wir die Höhe erreicht haben, geht es auch schon mit 8% wieder hinunter um kurz danach genauso wieder anzusteigen.

runter geht's

So geht es nun einige Male, bis wir in Sangerhausen ankommen. Auch hier übernachten wir in einer Pension mitten in der Stadt. Abends noch ein Spaziergang durch die Stadt. Sangerhausen ist ein nettes Harzstädchen wie es so viele gibt.

Sangerhausen Sangerhausen
Länge 90km
Durchschnitt 14,6 km/h
Höhenmeter 818m
Höhendifferenz 206m

 

Tag 5 -  Sangerhausen - Ebergötzen südlich vom Harz Richtung Göttingen

 

Wir verlassen Sangerhausen und fahren westwärts.Das Gelände steigt leicht an, rechts von uns sehen wir die Ausläufer des Harzes.

südlicher Harz

Der Radweg nach Nordhausen ist gut, steigt meistens leicht an und führt meist abseits der Bundesstraße Richtung Westen.

Nordhausen lassen wir links oder vielmehr rechts liegen. Kurz hinter Nordhausen merken wir, dass wir die ganze Zeit leichte Steigung hinauffahren. Die Steigung wird stärker, In Tebra wird es dann für uns wieder richtig happig. Uns erwarten 120 Höhenmeter mit bis zu 12 % Steigung. In einer Haarnadelkurve muss ich kurz schieben, Dani kann die ganze Strecke hochfahren.

Steigung Tebra

 

 

Ausblick von Oben

Nach einer Pause geht es dann an die Abfahrt. Zunächst auf Straßen geht es weider runter, bei Weißenborn-Lüderode fahren wir zweimal unter Brücken durch, die zu einer alten Eisenbahnlinie gehören, die aber schon lange nicht mehr in Betrieb ist. In Weißenborn-Lüderode wechseln wir von der Straße auf die Bahntrasse. Bis Ruhmspringe folgen wir der Bahntrasse, abschnitsweise toll ausgebaut, manchmal auch nur ein befestigter Singletrail ist.

Bahntrasse Ruhmspringe Bahntrasse Ruhmspringe

 

Wir übernachten in Ebergötzen, haben im Gasthaus Jütte eine kleine Ferienwohnung oben unter Dach.  Ebergötzen ist der Ort, in dem Wilhelm Busch (der von Max und Moritz) geboren und aufgewachsen ist. Die Mühle ist auch da, heute ist sie ein Museum.

Wilhem-Busch Mühle

 

Länge 104km
Durchschnitt 15,9 km/h
Höhenmeter 637m
Höhendifferenz 198m

 

Tag 6 - Ebergötzen - Grohnde  Leine- und Weserbergland

Heute kommt eine der härtesten Strecken auf uns zu. Das Wetter soll sehr warm werden. Wir haben die Hügel des Weserberglandes vor uns und lt. GPSies die meisten Höhenmeter der Tour. Gleich zu Beginn der heutigen Tour haben wir noch einige Ausläufer des Harzes zu überfahren,

dann geht es entlang der Rhume über Northeim und entlang der Leine ziemlich ruhig nach Einbeck. Die auf dem Schild angegebenen 10 % werden an einigen Stellen mit bis zu 14 % noch deutlich übertroffen. Wir sind für das Wetter und die heftige Steigung zu warm angezogen und können die Steigung nicht ganz hochfahren.

 

 

Kurz vor Einbeck kommt ein kleiner Schauer runter, und wir stellen uns für gut 20 Minuten bei einer Tansktelle am Ortseingang unter. Mit uns sucht noch ein Päärchen aus der Schweiz dort Zuflucht. Sie radeln vom Bodensee kommend von Süd nach Nord in 14 Tagen durch Deutschland. Einbeck zeigt sich nach dem Schauer von seiner schönen Seite, die alten Fachwerkhäuser der Innenstadt:

In Einbek finden wir auch einen Fahrradladen, an dem wir schnell noch den Luftdruck der Räder kontrollieren. Danach erreichen wir das Weserbergland und müssen noch über zwei Hügel danach geht es runter an die Weser.

Leinebergland

Leinebergland

Leinebergland

Es folgt mit angegebenen 14 % diesmal die größte Abfahrt.

Leinebergland

Leinebergland

Leinebergland

In Bodenwerder erreichen wir die Weser und schwenken,  nachdem wir unsere Vorräte in der Stadt aufgefüllt haben, auf den Weserradweg ein. Der Weserradweg präsentiert sich ausgesprochen gut. Noch gut 10 km sind es von Bodenwerder zu unserem heutigem Ziel in Grohnde.

Weserradweg

Wir übernachten in Fährhaus Grohnde und lassen den Tag an der Weser ausklingen. Es ist ein warmer Sommerabend und wir genießen die warmen Sonnenstrahlen an der Weser.

Weserradweg

 

 

Länge 96km
Durchschnitt 15,0 km/h
Höhenmeter 793m
Höhendifferenz 201m

 

Tag 7 - entlang der Weser

Entspannt entlang der Weser. Vorbei an Hameln, Rinteln und Porta Westfalica. Es ist frisch an diesem Morgen. Für eine halbe Stunde schlüpfe ich sogar in die Fleece-Jacke. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich, es gibt viel zu sehen. Das Radeln ist leicht, meistens geht es leicht bergab,

 

 

Weserradweg

Weserradweg

 Weserradweg

Mittags kommt die Sonne raus und es wird schnell wärmer.

Weserradweg

Weserradweg

Nördlich von Porta Westfalica öffnet sich das Wesertal. In Minden erreichen wir das zweite Wasserstraßenkreuz der Tour. Hier kreuzen sich Mittellandkanal und Weser und wie schon in Hohenwarthe ist es ein imposantes Bauwerk.

Weserradweg

 

Weserradweg

Weserradweg

   

Von hier sind es noch gut 10 km bis zu unserem heutigen Etappenziel in Petershagen. Wir haben eine Übernachtung im Rad-Haus gebucht. Die Pension stellt sich ein wenig merkwürdig dar. Die Pension besteht aus drei dicht beieinander liegenden sehr alten Häusern. Das Zimmer sind sauber, das Mobiliar ist wild zusammengewürfelt, das Fenster funktioniert nicht richtig, insgesamt könnte alle mal gründlich renoviert und nett eingerichtet werden. Dafür ist das Frühstück am nächsten morgen erste Sahne.

Für unser Abendessen suchen wir nach einem günstigen Lokal oder Imbis. Es gibt zwar einige Lokale, bei denen man von außen nicht weiss, ob sie noch ein Betrieb sind, ein wenig planlos laufen wir durch das Städtchen, kaufen ein, bringen die Sachen in unser Zimmer und laufen erneut los. Mit einem komischen Gefühl was uns erwarten wird, betreten wir einen kleinen Italiener Pizza Mondego und sind angenehmst überrascht. Neben dem Lieferservice gibt es auch 3 Tische, die Getränke gibt es zu günstigen Preisen als Flaschenware, die Nudeln kommen schnell und es schmeckt sehr lecker. Von Außen konnte man das nicht sehen oder erahnen. Eine Eisdiele finden wir auch noch und so gibt es heute Abend auch ein Eis.

 

Länge 94km
Durchschnitt 17,0 km/h
Höhenmeter 453m
Höhendifferenz 50m

 

Tag 8 - entlang der Weser (Teil 2)

 

Das Frühstück gibt es im Haupthaus. Das Frühstück ist sehr gut, wer möchte bekommt frisches Rührei. Nach dem Früstück machen wir uns auf entlang der Weser Richtung Norden. Der Weserradweg verläuft nun nicht mehr so dicht an der Weser wie gestern. Nur hin und wieder kommt er noch mal an die Weser zurück.

 

 

Für uns ist die Weser hier sehr ähnlich zur Elbe zu Hause. In Stolzenau wollen wir einkaufen. Der auf dem Navi angegeben Famila-Markt gibt es nicht mehr, stattdessen ist dort nur noch ein Restpostenmarkt. Schade dass wir vor rund 4km an einer netten Bäckerei vorbeigekommen waren. So kaufen wir nur ein wenig Getränke und Joghurt beim Discounter. Für unser Brötchen müssen wir nach Landesbergen fahren. Erst dort gibt es weider einen Bäcker.

Weserradweg

Mittagspause an einer kleinen Schutzhütte

Weserradweg

In Verden erreichen wir unser Ziel "Kunst unterm Bett" bei Rottraut Scholz. Wir haben ein super Zimmer unterm Dach, die von Rottraut gefertigten Marionetten sind alle lieb und bleiben dort, wo Rottraut sie hingestellt hat. Alle Marionetten von ihr sind richtige kleine Charaktere.

Zimmer bei Rottraut

Ausblick

 

 

 

Länge 100km
Durchschnitt 18,6 km/h
Höhenmeter 376m
Höhendifferenz 44m

 

Tag 9 - von der Weser an die Elbe

Unser vorletzter Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück mit unserer Gastgeberin. Uns fällt es schwer, das Frühstück zu beenden, zu nett sind die Gespräche. Erst um 9:40 Uhr kommen wir los.

Es ist Sonntag und wir nehmen die erste geöffnete Bäckerei, um unser Mittagessen zu kaufen.

 

 

Unser Ziel: das Guderhandviertel im alten Land. Auf dem Campingplatz Nesshof haben wir ein Fass reserviert, in dem wir heute Nacht schlafen werden.

Übernachtung im Fass

Übernachtung im Fass

Innen bietet das Fass für 2 Personen ausreichend Platz. Heute findet außerdem das Enspiel der Fussball-WM statt. Deutschland war schon in der Vorrunde ausgeschieden. Daher sind vermutlich nur so wenige, die sich das Spiel gemeinsam anschauen. Frankreich wird Weltmeister.,

 

Länge 101km
Durchschnitt 18,6 km/h
Höhenmeter 376m
Höhendifferenz 44m

Tag 10 - entlang der Elbe

Bei strahlendem Sonnenschein und recht hohen Temperaturen machen wir uns auf die Heimreise. Die Strecke ist genauso, wie im letzten Jahr, nur etwas kürzer. Wir fahren durchs alte Land, durch die Hamburger Elbdörfer, vorbei am Kraftwerk Moorburg, durch den Hafen und dan entlang der Elbe nach Hause.

Hafen Hamburg

 

 

Länge 67km
Durchschnitt 19,6 km/h
Höhenmeter 236m
Höhendifferenz 19m

 

 

Zusammenfassung:

  • 965 km haben wir zurückgelegt
  • 6 Bundesländer (Niedersachsen, Sachen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein) besucht.
  • 10 Tage
  • keine technische Probleme
  • keine Panne
  • 3x Regenschauer
  • keinen Sonnenbrand
  • keinen Unafall

 

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