Liegerad 2019

Februar 2019

14. Februar

Es ist so etwas wie Vor-Frühling in der Luft: Die Sonne scheint, die Regenwolken der vergangenen Tage und Wochen haben sich verflüchtigt, die Temperaturen klettern. Rad raus, auch wenn's noch nicht durchgechecked wurde und ne Runde. Die Temperaturen sind noch nicht so, das ich auf warme Kleidung verzichen möchte aber für 30-40 km reicht es alle mal.

  

Da muss schnell mal eine alte gute Strecke herhalten.

Die Natur ist noch weitgehend im Winter-Modus. Nur die Hasel blüht schon. Auch die Sonne ist noch nicht richtig hoch, die Schatten sind lang. Temperaturen von über 12 °C sind es.

Entlang der Ilmenau Richtung Lassrönne, wo die Ilmanau in die Elbe mündet und dan zurück am Elbdeich.

16. Feb.

Nichts hält uns, das Wetter ist sogar noch was wärmer geworden. Erste Tour mit Dani über Neuengamme und Kiebitzbrak, rund 30 km. Die räder bedürfen sicher nach den vielen km aus 2018 dringend einer Inspektion. Das Öl für die Rohloff liegt schon bereit, aber Fahren ist schöner als Basteln.

  

Nicht nur wir sondern auch viele andere nutzen das schöne Wetter und sind mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Der Anteil der Pedelec-Fahrer wird immer größer. Man sieht kaum noch normale Fahrräder, die keine e-Unterstüztung haben.

 

7. April : Frühling oder von Lust und Frust

Ein tolles Wochenende mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen liegt hinter uns. Blauer Himmel, Wind aus Ost, wie so häufig um diese Jahrezeit. Größer konnten die Unterschiede zwieschen dem Gefühlten der beiden Tage nicht sein. Doch fangen wir vorne an:

Samstag: Abfahrt nach dem Mittagessen; wir machen eine 60km Tour durch die Elbmarsch. Überall bricht frisches Grün durch die Überreste des vergangenen Herbstes. Es macht einfach Spass wieder unterwegs zu sein. Kurze Hose, T-Shirt und Fahrradweste sind angesagt. Vorsichtshalber reiben wir uns mit Sonnenschutz ein. Abends können wir die Stellen sehen, an denen wir nachlässig waren mit dem Sonnenschutz.

Auf der Elbbrücke

Ilmenau bei Fahrenholz

Unterwegs sehen wir einen alten, abgestorbenen Baum, der von einer Kolonie Ameisen als neues zu Hause auserkoren wurde. Fleißig sind die kleinen Tierchen dabei Holzschnipsel in den hohlen Stamm zu trangen. Teilweise machen sie sogar Teamwork, wenn der Schnipsel zu groß oder zu schwer ist. Überall am alten Stamm wuseln die nur so herum.

Ameisen

Ameisen

Alles läuft prima, selbst der Gegenwind auf der Rücktour am Deich kann uns nicht unter 23km/h drücken. Glücklich und zufrieden kommen wir wirder zu Hause an, die Beine etwas müde aber das macht nichts.

 

Am Sonntag dann das genaue Gegenteil, schon die ersten 20 km lassen die Beine schwer werden, es kommt mir so vor, als wenn ich die ganze Zeit mit hohem Tempo gegen den Wind arbeite, aber das ist nicht der Fall. Temp 22-23 km/h sind bei Rückenwind nicht grad schnell.  Gegen Ende der Tour wird der Frust immer größer, die Beine immer schwerer, das Tempo immer geringer. Nach 55 km sind wir froh, wieder zurück zu sein. Wir fragen uns, was los ist, kommen aber zu keinem Ergebnis.

Freude und Leid liegen doch eng beieinander. Freude und Frust auch. Für die nächste große Tour müssen wir auf alle Fälle noch kräftig trainieren.

Reitdeich

 

15. April : Ein Fahrrad will auch mal gewartet werden; oder was ist eigentlich mit Verschleiss ?

Nach nun mehr fast 9.000 km mit dem Wolf wurde es dringend notwendig, die allgemein Verdächtigen in Punkto Verschleiss (Bremsen, Kette, Ritzel, Reifen etc) zu überprüfen. Vorsorglich hatte ich schon mal alle in Frage kommenden Teile geordert und die waren in den vergangenen Tagen auch alle bei mir angekommen.

Öfter mal hatte ich in der Vergangenheit ein unpräzises Schalten; Die Kette brauchte manchmal was länger, um von einem größeren auf das nächst kleinere Ritzel zu springen.

Heute war das Wetter so gut, dass ich endlich mal das Rad genauer unter die Lupe nehmen konnte:

  • Reifen, okay zwar schon erkennbar aber noch keine deutliche Lauffläche, können also noch weitere km abspulen.
  • Bremsen : vordere Bremsbeläge ausgebaut und mit den neuen verglichen: Bremsbelag ist zu rund 50% weg, also wieder eingebaut. Hinten genauso. Bremssattel neu justiert.
  • Kette: mit Lehre gepüft. Ja, sie ist schon ein wenig gelängt, aber durchaus noch  weiter zu nutzen

Insepktion - Kette nach 9000 km

  • Ritzelpaket hinten: keine Auffälligkeiten. Muss nur mal kräftig gesäubert werden - Also ran mit der Zahnbürste und einem dünnflüssigem Öl.
  • Kettenrad vorne:
    • Kleine Kettenblatt : wie neu, na ja das ist mit 22 Zähnen auch nur gut, um Hügel und Berge zu erklimmen. Brauche ich nur als Rettungsanker,
    • Großes Kettenblatt : Na ja, schon auf den ersten Blick meine ich leichte Hai-Flossen zu erkennen. Also mal das Kettenblatt vom Dreck reinigen. Der Vergleich alt gegen neu zeigt es dann: An dem Kettenblatt sind die 9.000 km nicht spurlos vorbeigegangen.  Alu als Kettenblatt ist nicht so toll. Hätte auch lieber eine Stahl Variante, aber die habe ich noch nicht gefunden.
Insepktion - Ketteblatt nach 9000 km mit leichter Hai-Flosse
 
Im Vergleich Alt gegen Neu:
 

 

 

Zusammenfassend läßt sich sagen: Der Verschleiß hält sich echt in Grenzen, dass die Alu-Kunststoff-Kettenblätter von Shimano der XT-Gruppe nicht die haltbarsten sind, ist auch in Mountainbike-Foren zu lesen.

Eigentlich hatte ich überlegt, die Kette zu tauschen und dann noch mal 8.000-10.000 km mit dem Kettenblatt und den Ritzeln zu fahren, aber so ? Jetzt die Kette zu tauschen macht keinen Sinn, da erste Verschleissanzeichen am Kettenblatt mit bloßem Auge zu erkennen sind. In der Vergangenheit hatte ich meistens Pech, dass eine neue Kette doch nicht so sauber auf den alten Ritzeln und Kettenblättern läuft und diese dann auch noch getauscht werden müssen. Da lasse ich dann alles, wie es ist. Die Kette macht sicherlich noch mal 5.000 km oder auch mehr, bevor sie am Ende ist, das Ritzelpaket hält das sicher auch noch durch und dann wird das Kettenblatt irgenwann den Austausch des gesamten Antriebstranges einleiten. Mal sehen, wie weit ich mit diesem Satz noch komme.

 

 

 

 

 

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